Leopold-Apotheke Frankfurt (Oder)

Uns gibt's nicht
zum Nulltarif.

Apotheken sichern Ihre Gesundheitsversorgung vor Ort — doch die wirtschaftliche Realität bedroht unsere Existenz. Erfahren Sie, warum.

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Apotheken in der Krise

In ganz Deutschland schließen Apotheken. Nicht, weil die Nachfrage sinkt — sondern weil die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen es unmöglich machen, den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Seit 2013 wurde das Apothekenhonorar nicht erhöht. Gleichzeitig sind unsere Kosten — Miete, Personal, Energie, Einkauf — massiv gestiegen. Das Ergebnis: Immer mehr Kolleginnen und Kollegen geben auf.

Als Leopold-Apotheke in Frankfurt (Oder) erleben wir diese Entwicklung täglich. Wir wollen, dass Sie verstehen, was hinter den Kulissen passiert — und warum es auch Sie betrifft.

Die Fakten auf einen Blick

+65 %
Kostensteigerung
seit 2013
0 %
Honorarerhöhung
seit 2013
−19 %
weniger Apotheken
seit 2013
8,49 €
bleiben uns bei einem
50 €-Medikament

Was bekommt die Apotheke wirklich?

Viele denken, Apotheken verdienen gut an Medikamenten. Die Realität sieht anders aus:

Vergleich der Vergütung für ein Medikament mit 50 Euro und 1.000 Euro Verkaufspreis
Ein Medikament kostet 50,00 € 1.000,00 €
3 % vom Preis + 1,50 € + 30,00 €
Festes Honorar + 8,35 € + 8,35 €
Notdienstfond + 0,21 € + 0,21 €
Dienstleistungen + 0,20 € + 0,20 €
Kassenabschlag − 1,77 € − 1,77 €
Gesamt 8,49 € 36,99 €

Von diesen Beträgen finanzieren wir Personal, Miete, Energie, Lagerhaltung und Ihre persönliche Beratung.

Das Risiko tragen wir

Wir kaufen Medikamente beim Großhandel ein und gehen in Vorleistung — bevor wir einen Cent dafür sehen.

Die Krankenkassen vergüten die Arzneimittel nur zweimal im Monat. Bis dahin tragen wir als Apotheke die gesamten Kosten.

Krankenkassen können die Vergütung nachträglich ablehnen — sogenannte Retaxation. Dann bleiben wir auf den Kosten sitzen, ganz oder teilweise.

Warum Sie das betrifft

Längere Wege

Wenn Apotheken schließen, müssen Sie weitere Strecken zurücklegen. Besonders in ländlichen Regionen wird die Versorgung kritisch.

Weniger Beratung

Weniger Apotheken bedeuten weniger persönliche Beratung und längere Wartezeiten — gerade bei komplexen Medikamenten ein echtes Risiko.

Versorgungslücken

Schon jetzt gibt es Regionen, in denen die nächste Apotheke kilometerweit entfernt ist. Dieser Trend wird sich weiter verschärfen.

Unsere Forderungen

01

Eine faire, an die Kostenentwicklung angepasste Vergütung für Apotheken.

02

Schluss mit der Retaxation — wer Patienten versorgt, darf nicht dafür bestraft werden.

03

Politische Rahmenbedingungen, die die Apotheke vor Ort als Teil der Gesundheitsversorgung sichern.

Mehr Informationen zur bundesweiten Kampagne:

gesundheitsichern.de

Aktuelle Aktionen

Bundesweiter Protesttag

Am 23. März 2026 blieben tausende Apotheken in ganz Deutschland geschlossen — auch wir. Dieser Protesttag war ein Zeichen: So kann es nicht weitergehen. In Solidarität mit unseren Kolleginnen und Kollegen haben wir ein deutliches Signal an die Politik gesendet.